Körbe

Korb

Korb

Körbe sind geflochtene Behälter mit einer uralten Tradition. Schon vor 12 000 Jahren wurden Körbe geflochten, wie archäologische Funde aus dem Nahen Osten belegen. Als Material dienen Zweige der Weide, Spanstreifen von Kienholz oder robuste Blattpflanzen wie Bambus und bestimmte Gräser. Körbe finden wir von groß bis klein bei fast allen Gelegenheiten, wo etwas zu transportieren, zu halten oder zu schützen ist.

Hierzulande ist natürlich der Weidenkorb die geläufigste Variante. Aus den jährigen Zweigen der Weide werden Körbe zum Stapeln von Kaminholz, schlichte Einkaufskörbe, Kiepen und der gleichen mehr geflochten. Auch der altbekannte Wäschekorb, der mit einem Holzgestell als Kinderwagen diente, wurde aus Weide gewirkt. Üblicherweise werden hierbei zwei Weidenruten derart wechselseitig um das sogenannte Kettgerüst gewunden, dass sich so eine feste Korbwand aufbaut.

Strandkörbe

Strandkörbe

Ballon- und Strandkorb sind zum Schutz und Transport von Menschen erdacht. Auch für Haustiere waren Körbe als Ruhestätte (Körbchen) oder Transportmittel (Hühnerkorb) üblich (siehe Hundekorb). Binsenkörbchen sind von Kindern zu Urzeiten schon gefertigt worden. Dieses weiche und doch stabile Material eignet sich außerordentlich für die junge, ungeübte Hand. Auch zum Herstellen von Reusen, das sind Fangkörbe zum Fischen, eignen sich Binsen ganz vortrefflich. Gär- oder Backkörbe sowie die aus der Heide noch bekannten Immenkörbe werden in Wulsttechnik hergestellt. Hierbei wird ein dicker Strang mit feineren Fäden im Rund aufgebaut, sodass Wülste entstehen. Eine weitere Spielart stellt der Spankorb dar, bei dem Fichtenholzstreifen verwoben werden.

Rattan und Peddigrohr sind verschiedene Bestandteile der selben Pflanze und werden ebenfalls zur Herstellung von Korbwaren verwendet. Dies sind Dinge, die zwar in ebenso einer Flechttechnik hergestellt werden, jedoch keine Behälter im eigentlichen Sinne der Körbe sind. Hierzu zählen Teppichklopfer, Untersetzer, Stühle oder deren Sitz- oder Lehngeflechte.

Als Körbe werden heute auch Behältnisse von gleichem Nutzwert bezeichnet, die aus anderem Material oder auch in anderer Technik gefertigt wurden. Hier sei als Beispiel Draht und Kunststoff erwähnt.

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